- Parson Russell Terrier - VDH - FCI -
 
 

Eine lange Geschichte
 

Jede Geschichte hat ihren Anfang und hoffentlich auch ein Happy-End, was wir  unserer kleinen Óskadis sehr wünschen.

Normalerweise sollte eine Welpenzeit geprägt sein von Freude, Spielen und vielen positiven Eindrücken, aber das Schicksal hat es anders gewollt. 
Am 21.11.14 war unser O-Wurf im Wohnzimmer im Welpenauslauf und ich kurz im Obergeschoß. Natürlich spielt und tobt ein Wurf mit 6 Welpen wild herum, aber die schrillen Schmerzensschreie, die plötzlich ertönten, werden ich nie vergessen. Als ich die Treppe herunterraste und das Wohnzimmer erreichte, war es schon vorbei und die Kleine saß schreiend in der Ecke.
Zuerst wussten wir gar nicht, was eigentlich passiert ist, wir konnten nur mutmaßen und die Kleine wurde sofort zu Hause tierärztlich erstversorgt.
Vermutlich ist sie beim Spielen mit dem Bein ins Gitter gekommen  und die anderen haben sie attackiert, so dass sie in Panik geraten ist. Leider zeigte das  anschließende Röntgen eine Fraktur der Tibia und Fibula, also Schien- und Wadenbein waren gebrochen.

Nun am Montag hatten wir dann Termin beim Chirurgen und haben uns dann für eine konservative Frakturbehandlung entschieden. Das tierärztliche Wartezimmer wurde mein 2. Wohnzimmer, da wir zweimal wöchentlich den Gips wechseln mussten. Einen Welpen ruhig stellen, ein Ding der Unmöglichkeit und so rutschte der Gips eben immer ein paar Millimeter.

Nach 4 Wochen Gips, ich war mit der Situation eigentlich zufrieden, kam wieder eine niederschmetternde Nachricht, die nun mich in Panik versetzte.
Durch den Gips hatte Òskadis eine Hyperextension des Gelenks und der Gips musste wegbleiben. Ich hatte panische Angst, nach nur 4 Wochen Gips, dass wieder etwas passieren könnte. Es half nichts.

Das Bein sah völlig verdreht aus und ich begann mit der Gymnastik. Bänder wieder strecken, aber die Kleine war noch auf drei Beinen unterwegs.
Was tun?
Also Training in der freien Natur unter Bedingungen, bei der sie alle vier Beinchen gebrauchen muss und dass kurz von Weihnachten, wo es bei uns schon relativ kalt ist. GSD haben wir ein Naturschutzgebiet, unser Grabenstätter Moos vor der Haustüre. Ideale Bedingungen, da es sumpfig ist, mit weichem Wasseruntergrund durchsetzt und vor allem war das Schilf abgemäht.
Auf dieser stoppeligen, weichen, wässrigen Fläche war nur ein Gehen auf vier Beinen möglich und siehe da, nach 1 Woche war der Allrad wieder da.

Leider hat uns dann der hohe Schnee und die schlechten Straßenbedingungen einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass der Besuch bei der Physiotherapeutin unmöglich war.
Zwei Tage pausieren, denn bei einer Schneehöhe von fast 40 cm war auch ein Spaziergang nicht mehr möglich, aber dann ging es wieder raus und ab in den Schnee. Es wird von Tag zu Tag besser und jetzt muss ich oft genau schauen, welches Bein es eigentlich war.

Stand heute: ich könnte nicht zufriedener sein !!!!
 



Óskadis mit 7 Wochen, also 3 Tage vor ihrem Unfall
 

Nach der Erstversorgung, natürlich am Wochenende und Warten auf Montag
 

die niederschmetternde Diagnose:
Fraktur des linken Schienbeins und des Wadenbeins
 

Óskadis mit ihrem Gips nach 2 Wochen

Die dritte Woche mit Gips und das Beschäftigungsprogramm war eine
kleine Schleppfährte mit Hirschdecke.
Toll war der Tipp der tierärztlichen Zeitung Vet-Impulse, ein Kondom als Nässeschutz zu nehmen. Einfach perfekt !!!
 

Trotz des Handicaps und der vielen Tierarztbesuche war Óskadis immer fröhlich und munter und soviel Mut musste einfach belohnt werden.
 

03.01.2015: 2 Wochen nachdem der Gips runter musste,
also 6 Wochen nach dem Unfall

Tägliches Training, zuerst im Moor mit Wasseruntergrund und dann
Training im Schnee, damit die Hyperextension des Gelenks zurückgeht
 und vor allem die Muskeln wiederkommen.
 

und hier die Ursache, für alle die denken, in einem teuren Welpenauslauf wie diesem (unserer ist doppelt so groß), seien Welpen sicher aufgehoben. Eine gefährliche Falle, wenn sich beim Spielen die Beine darin verfangen.
Wir werden nun den Auslauf mit Plexiglas verkleiden, damit dies nie mehr passieren kann.

Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die an uns gedacht haben und mit uns mitgebangt und mitgehofft haben, vor allem aber an:

meine Tierärzte Dr. Anton Steinberger, Christian und Katja Herschke, Grabenstätt, für die Unfallerstversorgung und Betreuung und dass ihr immer für uns da seid.

an die Kleintierpraxis Dr. Ebenböck und Kollegen in Traunstein. So voll die Termine auch waren, die Mädels hatten immer für etwas frei. Besonderer Dank an Dr. Christian Ebenböck, der mit viel Umsicht und Geschick Òskadis Fraktur behandelte. Òskadis ist Dank Euch ein fröhlicher Hund geblieben, der sich bei jedem Besuch gefreut hat.
 

   
Karin Sänger  •  Foxbury's •  Typ, Charakter und Gesundheit, für Arbeit,  Show and Familie
www.foxburys.de